Was wirklich bei trockener Kopfhaut hilft

Es juckt, es schuppt, es spannt – leiden auch Sie unter dem unangenehmen Gefühl trockener Kopfhaut? Es fühlt sich nicht nur unbehaglich an, sondern sieht auch unschön aus, wenn Wunden auftreten oder sich Schuppen bilden. Das Problem trockene Kopfhaut kann viele Ursachen haben. Sicher ist jedoch, dass Frauen eher zu trockener Kopfhaut neigen als Männer. Welche Mittel helfen Ihnen, wenn Sie unter den Symptomen leiden? Wir klären Sie detailliert über das Thema auf und geben Ihnen wertvolle Tipps an die Hand, damit Sie das Problem in den Griff bekommen.

 

Hilfe bei trockener Kopfhaut

Die Symptome für trockene Kopfhaut

Um eine trockene Kopfhaut frühzeitig zu erkennen, sollten Sie auf folgende Symptome achten: Zu den ersten Anzeichen für das Problem zählen immer häufiger auftretender Juckreiz und Spannungsgefühle. Wenn dann auch noch kleine weiße, trockene Schuppen vom Kopf herabrieseln und sich auf den Schultern versammeln, haben Sie es mit Sicherheit mit dem unschönen Problem zu tun. Darüber hinaus kann die trockene Kopfhaut auch von Rötungen und Brennen begleitet werden, häufig als Folge des kurzzeitig wohltuenden Kopfkratzens. Tatsächlich werden über das Kratzen Erreger in die Haut eingeschleust, die die Beschwerden verschlimmern können – ein wahrer Teufelskreis. In manchen Fällen kann es dadurch sogar zu Entzündungen kommen, sodass das vermeintlich harmlose Problem zu einem Fall für den Hautarzt wird.

Die Ursachen für trockene Kopfhaut

Die Grundvoraussetzung für eine gesunde Kopfhaut ist ein intakter Lipidfilm. Dieser besteht aus der Feuchtigkeit der Hautporen und dem Hauttalg, das auch Lipid genannt wird. Der Säureschutzmantel der Kopfhaut wirkt fettend und versorgt Ihre Haut zugleich mit ausreichend Feuchtigkeit, sodass der Austrocknung vorgebeugt wird. Doch wird die Funktion dieser wichtigen Schutzschicht in irgendeiner Weise gestört, kann Ihre Haut die Feuchtigkeit nicht halten und wird anfälliger für äußere Umwelteinflüsse. Die Folge: Trockene Kopfhaut.

Die Ursachen für die Schädigung des feuchtigkeitsspendenden und fettenden Lipidfilms können unterschiedlich sein.

Die falsche, strapazierende Pflege Ihrer Haare kann beispielsweise ein Grund dafür sein, dass der Säureschutzmantel in Mitleidenschaft gezogen wird. Möglicherweise verwenden Sie ein Shampoo, das nicht auf die Bedürfnisse Ihrer Kopfhaut abgestimmt ist und daher aggressiv wirkt. Vor allem, wenn Sie Ihre Kopfhaut zu viel Hitze aussetzen, kann das zur Austrocknung beitragen. Das tägliche Haarewaschen mit heißem Wasser ist ebenso problematisch wie das heiße Föhnen und übermäßige Glätten der Haare. Aber auch, wenn Sie Ihr Haar oft färben, tun Sie Ihrer Kopfhaut keinen Gefallen. Neben der falschen Pflege können ebenfalls Krankheiten wie Psoriasis, besser bekannt als Schuppenflechte, oder Neurodermitis der Auslöser für eine trockene, juckende Kopfhaut sein. Aber auch zu viel Stress und das fortschreitende Alter tragen dazu bei, dass die Kopfhaut austrocknet und der störende Juckreiz oder Schuppen auftreten.

Trockene Kopfhaut in der Menopause

Eine weitere Ursache, die bei Frauen ab Vierzig für das Auftreten des unschönen Problems verantwortlich sein kann, ist die Menopause. In den Wechseljahren nimmt der Östrogenspiegel im Körper der Frau ab – gleichzeitig steigt der Anteil des männlichen Hormons Testosteron an. Der Körper reagiert auf unterschiedliche Arten auf diese Hormonumstellung – unter anderem auch mit Hautproblemen, die in den Wechseljahren auftreten können.

Da das Östrogen wichtig für ein gesundes Haarwachstum ist, reagieren auch die Haarwurzeln sensibel auf die Hormonumstellung, sodass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Pracht dadurch langfristig dünner wird. So kommt es bei vielen Frauen zu Haarausfall in den Wechseljahren, auch menopausaler Haarausfall oder androgenetische Alopezie genannt.

Trockene Kopfhaut im Winter

Wenn der Winter vor der Tür steht und die Temperaturen fallen, dann hat man es zuhause gerne schön warm und dreht die Heizung auf. Was im Allgemeinen für Wohlbefinden an kühlen Wintertagen sorgt, ist für eine gesunde Kopfhaut allerdings nicht förderlich. Denn sowohl die kalte Luft im Freien als auch die warme Luft in den eigenen vier Wänden sind besonders trocken und strapazieren die Kopfhaut enorm. Auch der Wechsel zwischen warmer und kalter Umgebung irritiert die Kopfhaut.

Ein zusätzliches Problem, das im Winter zur Austrocknung der Kopfhaut führen kann, ist das Tragen von Mützen und Kapuzen. Aber auch die im wahrsten Sinne des Wortes heißgeliebte Dusche kann dazu beitragen, dass die Kopfhaut austrocknet, sich Schuppen bilden und der ungeliebte Juckreiz auftritt. Weitere Informationen zur trockenen Kopfhaut haben wir auch in einem extra Artikel für Sie zusammengestellt. 

Trockene Kopfhaut im Winter

Trockene Kopfhaut im Sommer

Trockene Kopfhaut im Sommer

Leider bleibt die Kopfhaut auch in der warmen Jahreszeit nicht gänzlich verschont. Hier sind es andere Strapazen, denen sie wiederholt ausgesetzt ist: Eine direkte Sonneinstrahlung und das Schwitzen stellen die sommerlichen Ursachen für eine trockene Kopfhaut dar. Was uns dann eine Abkühlung verschafft – nämlich Klimaanlagen oder ein erfrischendes Bad in Salz- oder Chlorwasser – wirkt auf die Kopfhaut dehydrierend. Dass die meisten im Sommer auch noch häufiger duschen als im Winter, macht das Ganze nicht einfacher.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass trockene Kopfhaut die Folge eines geschädigten Lipidfilms ist, der folgende Ursachen haben kann:

 

  • tägliches Haarewaschen mit zu heißem Wasser
  • zu heißes Föhnen der Haare
  • regelmäßiges Glätten der Haare
  • häufiges Haarefärben
  • Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis
  • übermäßiger Stress
  • altersbedingtes Austrocknen der Haut
  • Haarausfall in den Wechseljahren

Hilfe bei trockener Kopfhaut

Wenn Sie unter einer trockenen Kopfhaut leiden, die nicht krankheitsbedingt ist, kommt es zunächst darauf an, die Auslöser zu reduzieren, die für den geschädigten Lipidfilm verantwortlich sein können. Daher sollten Sie Folgendes beachten:

 

  • Waschen Sie Ihre Haare nicht zu häufig und versuchen Sie, die Abstände zwischen den Haarwäschen zu vergrößern.
  • Verwenden Sie ein mildes Shampoo ohne Silikone. Wählen Sie am besten ein Feuchtigkeitsshampoo.
  • Massieren Sie das Shampoo sanft in die Kopfhaut ein. Das entspannt und fördert auch die Durchblutung der Kopfhaut.
  • Föhnen Sie das Haar nicht mit zu heißer Luft und reiben Sie es beim Trocknen nicht mit einem Handtuch ab.
  • Binden Sie Zöpfe und Dutts nicht zu fest, tragen Sie Ihr Haar bevorzugt offen oder in einer locker gesteckten Frisur.
  • Seien Sie vorsichtig beim Durchkämmen. Vermeiden Sie es, mit der Bürste oder dem Kamm an Knoten zu ziehen und die Haare rauszureißen.
  • Tragen Sie nicht ständig Kopfbedeckungen und lassen Sie möglichst oft Luft an Ihre Kopfhaut.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und trinken viel Wasser.
  • Vermeiden Sie Stress, soweit möglich, und gönnen sich ausreichend Erholung.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Haar zu oft zu färben und verzichten Sie auf ein regelmäßiges Styling mit Glätteisen oder Föhn.
  • Lüften Sie geheizte Räume gut durch.
  • Verzichten Sie im Winter auf Mützen oder tragen stattdessen ein Stirnband.
  • Tragen Sie im Sommer eine leichte Kopfbedeckung, die vor der Sonne schützt.

Welches Shampoo bei trockener Kopfhaut?

Haben Sie bei sich eine trockene Kopfhaut festgestellt, ist für die Haarwäsche ab sofort ein besonders schonendes Produkt erforderlich. Denn ein Großteil der herkömmlichen Shampoos ist nicht für die Pflege trockener Kopfhaut entwickelt worden, sondern soll zum Beispiel fettiges Haar bekämpfen – ihre Formel ist zu aggressiv und würde Ihre trockene Kopfhaut nur weiter belasten. Und auch, wenn bei Ihnen Schuppen als Folge trockener Kopfhaut auftreten, sind Anti-Schuppen-Shampoos nicht das Richtige, um die Ursache der Schuppen nachhaltig zu bekämpfen. Diese Haarpflege richtet sich meist gegen fettige Schuppen oder dient der alleinigen Behandlung des Symptoms Schuppenbildung.

Greifen Sie bevorzugt zu einem milden Shampoo, das ohne unnötige Parfüm- oder Farbstoffe auskommt und stattdessen auf ausgewählte, feuchtigkeitsspendende Zusätze setzt, zum Beispiel:

 

  • Gel und Extrakte aus der Aloe Vera
  • Urea
  • Hyaluronsäure

Trockene Kopfhaut waschen

Mit der Auswahl des feuchtigkeitsspendenden Shampoos allein ist es noch nicht getan – machen Sie aus der regelmäßigen Routine des Haarewaschens ein bewusstes Wellness-Erlebnis.

Nehmen Sie sich etwas Zeit. Gönnen Sie Ihrer Kopfhaut vor der Wäsche eine beruhigende Kur, die Sie zum Beispiel als Kokosöl, Honig oder Quark anrühren. Tragen Sie die Masse großzügig auf die Kopfhaut auf und massieren Sie sie sanft mit den Fingerspitzen ein. Dabei dringend die Wirkstoffe nicht nur besser ein, Sie verbessern zusätzlich die Durchblutung der gestressten Kopfhaut.

Lassen Sie die Kur für eine Weile einwirken, bevor Sie sie mit lauwarmem Wasser und einem milden Shampoo auswaschen, das speziell auf die Bedürfnisse Ihrer trockenen Kopfhaut ausgerichtet ist. Komplettieren Sie die Haarpflege mit einer dazu passenden Spülung der gleichen Pflegereihe.

Viele Betroffene, die unter trockener Kopfhaut leiden, waschen sich zu oft die Haare. Eine tägliche Haarwäsche ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Versuchen Sie, die zeitlichen Abstände zwischen den Haarwäschen zu vergrößern. Wer befürchtet, anfangs ungepflegt aussehen zu können, kann sich beispielsweise im Urlaub an das „Experiment“ wagen.