Wieso werden Haare grau?

Eine Frau mit kurzen, grau melierten Haaren lehnt an einer Wand.

An der Haarwurzel befinden sich so genannte Melanozyten, die pigmentbildenden Zellen. Sie produzieren Melanin, was dem Haar seine Farbe verleiht. Mit zunehmendem Alter nimmt die Melanozytenaktivität allerdings ab, sodass auch weniger Melanin produziert wird. Mit der Zeit sterben die Melanozyten sogar ganz ab. In den nachwachsenden Haaren fehlt dann das Melanin, also die Farbe, und wird durch Luftbläschen ersetzt. Das lässt die Haare grau oder weiß erscheinen.

Wann die Haare grau werden beziehungsweise wann der oben genannte Prozess einsetzt, hängt stark von genetischen und ethnischen Faktoren ab. Einige bekommen die ersten grauen Haare schon in ihren 20ern, während andere die Auswirkungen erst mit 50 bemerken.

Graue Haare durch Stress?

Eine Frau sitzt vor dem Laptop und faltet die Hände vor das Gesicht. Sie wirkt gestresst.

Graue Haare können durch massiven Stress ausgelöst werden. Bei Stress wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Hält das über einen längeren Zeitraum an, kann es zu einem Rückgang des p53-Proteins kommen. Dieses schützt normalerweise das Erbgut vor Anomalien und Schädigungen. Chronischer Stress kann so die Entstehung von grauen Haaren durch die Veränderung der DNA fördern. Zusätzlich führt Stress zu einer mangelnden Energieversorgung der Melanozyten, welche für die Farbe unserer Haare verantwortlich sind.

Auch Wasserstoffperoxid kann der Grund für graue Haare sein: Wasserstoffperoxid ist für seine bleichende Wirkung bekannt und wird daher vor allem auch beim Blondieren und Haare färben eingesetzt. Wasserstoffperoxid entsteht auch in unserem Stoffwechsel dauerhaft. Mit zunehmendem Alter wird es für den Körper allerdings immer schwieriger, den Stoff in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Das dann vorhandene Wasserstoffperoxid kann die Aminosäuren angreifen, die für die Bildung von Melanin notwendig sind. Die Folge kann der Verlust der Haarpigmente sein und somit graues Haar.

Weitere Ursachen für graue Haare

  • Ungesunde Lebensweise (z.B. Rauchen)
  • Stress
  • Nebenwirkung auf Grund von Medikamenten
  • Nährstoff- oder Vitaminmangel
  • Hormonstörungen
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Genetische Veranlagung

Mythos - Kann man über Nacht grau werden?

Haare ergrauen nicht von jetzt auf gleich. Es ist also ein Mythos, dass die Haare über Nacht grau werden. Die Zellen stellen nicht alle gleichzeitig über Nacht ihre Aktivität ein. Jedoch deuten aktuelle Studien daraufhin, dass graue Haare ein aktiveres Wachstum aufweisen als pigmentierte Haare.1 Kurzfristig ergrauen können nur Menschen, die unter Alopezia areata leiden. Bei dieser Form des Haarausfalls fallen innerhalb kürzester Zeit alle pigmentierten Haare aus und die grauen Haare bleiben übrig.

Frühzeitiges Ergrauen kann ein Zeichen des Körpers sein, dass etwas nicht stimmt. In diesem Fall sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Möglichkeiten zur Kaschierung

Zum Glück werden nicht alle Haare gleichzeitig und über Nacht grau. Aber immerhin 50% der Frauen, wollen etwas gegen ihre grauen Haare tun.2 Aber wie können Sie die „ersten Grauen“ verstecken?

  • Ansatzsprays: Bei gefärbtem oder getöntem Haar wird nach ein paar Wochen ein störender heller Ansatz sichtbar. Hierfür gibt es unter anderem spezielle Ansatzsprays, die den hellen Ansatz bis zur nächsten Haarwäsche kaschieren.
  • Shampoos mit dem Wirkstoff DHI: Eine ganze neue Möglichkeit graue Haare zu überdecken bietet der Wirkstoff 5,6-DHI. In einem Shampoo (z. B.: Plantur 39 Anti-Grau Effekt Shampoo) angewendet, kann der Wirkstoff in das Haar eindringen und mit dem Luftsauerstoff reagieren. Es bilden sich Farbpigmente, die die Haare Schritt für Schritt wieder dunkler werden lassen.
  • Optische Täuschung: Einzelne graue Strähnchen können durch optische Täuschungen versteckt werden. Blonde Strähnen sorgen dafür, dass graue Haare weniger auffallen.
  • Haarfärbung/Tönung: Haartönungen oder -färbungen decken graue Haare zeitweise oder langfristig ab. Sie geben dem Haar neue Farbfrische.
  • Nährstoff und Vitaminmangel können graue Haare fördern, daher ist eine ausgewogene Ernährung zur Vorbeugung wichtig.
  • Hausmittel Zwiebelsaft: Er kann den Körper dabei unterstützen Wasserstoffperoxid abzubauen, um die Bildung grauer Haare zu verzögern. Der Saft regt zudem die Durchblutung der Kopfhaut an.
  • Eine Entsäuerung des Körpers hilft den Stoffwechsel anzuregen und so dafür zu sorgen, dass Vitamine und Nährstoffe besser aufgenommen und verwertet werden können.

Plantur 39 Anti-Grau Effekt Shampoo

Mit dem Anti-Grau Effekt Shampoo bietet Plantur 39 erstmals die Möglichkeit, die Haare ganz einfach beim Waschen zu repigmentieren. Grund hierfür ist der Wirkstoff 5,6-Dihydoxyindol (DHI). Er lagert sich am Haar an, dringt in das Haar ein und reagiert mit dem Luftsauerstoff zum Farbpigment. So werden die Haare mit der Zeit immer dunkler. Diese sanfte, aber wirkungsvolle Anwendung kann nicht nur erste graue Haare, sondern auch graue Ansätze kaschieren. 

Plantur 39 Anti-Grau Effekt Shampoo sollte je nach gewünschtem Farbergebnis je zwei bis fünf Minuten einwirken. Diese Methode ist nicht vergleichbar mit einer klassischen Haarfärbung, wo z. B. mit Ammoniak die Haarstruktur aufgebrochen wird, damit die Farbe in das Haar gelangt. Stattdessen werden die Haare geschont. Von Fliesen und Gegenständen sollten Produktrückstände nach dem Duschen.

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